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an die schöne Côte D'Azur, nach Cannes und der schönen Umgebung

Zwei Dinge aber hinterliessen einen faden Beigeschmack auf den schönen Urlaub, siehe nachfolgender Text. Das Album befindet sich dann ganz unten

Nadine war noch zu klein und blieb zuhause bei unserer Freundin Steffi. Am Fuße des Esterel-Gebirges zwischen Cannes und St. Raphael fanden wir ein tolles Hotel mit einem urigen kleinen Restaurant am Meer.

Der Besitzer war ein freundlicher Holländer, hier - direkt am Sandstrand genossen wir seine lecker zubereiteten Speisen. Unser Favorit war oft: Spaghetti mit Meeres-früchten, diniert auf dem schmalen, ins Meer ragenden Mauersteg, gesäumt von weißen Säulen, blauem Himmel und glitzerndem Wasser  - geniales Urlaubsfeeling pur! Man bekommt jetzt schon wieder Appetit drauf... Einzige Wehrmutstropfen des Urlaubes: Zum einen die 2:1 - Niederlage der Bayern gegen den FC Porto im Finalsspiel des Landesmeistercups (Vorgänger der  Championsleague) mussten wir als einzige Deutsche mit lauter Holländer und Franzosen ansehen. Wie erwachsene Männer Niederlagen einer Deutschen Fußballmannschaft frenetisch, hämisch und zugleich kindisch bejubeln können, sprengte unsere Vorstellungskraft. Der Stachel der Niederlagen bei den WM-Spielen 1974, '82 und '86 musste dort noch immer sehr tief sitzen. Als Papi danach vom Balkon übers Meer in die einsame, traurige Nacht starrte, spürte er ein paar Tränen die Wange runterkullern...

In dem tollen Lädchen des malerischen Eze hätten wir wohl besser nicht eingekauft....

Zum anderen wurde kurz vor Abreise unser Wagen aufgebro-chen. Wir waren schon auf den Nachhause-weg und beschlossen augrund der drückenden Hitze uns noch mal kurz im Meer zu erfrischen, parkten den Wagen in einer Nebengasse der Croisette, mitten in Cannes. Als wir nach etwa 30 Minuten zurück kamen, war die Seiten-scheibe eingeschlagen und alles aus dem Wageninnere entwendet, am hellichsten Tage. Mann, das tat sehr sehr weh! Pappi hätte die Schweine auf der Stelle umbringen können, aber von denen fehlte jede Spur, niemand hatte etwas gesehen. Niemals zuvor ließen wir einen solch hohen Wert unbeaufsichtigt im Auto, wir waren ja quasi schon auf der Heimfahrt. Und ausgerechnet dann ist kein Parkplatz direkt an der Boulevard de la Croisette frei, genau in diesen 30 Minuten passiert es natürlich. Wegen Platzmangel und damit unsere besten Kleidungsstücke nicht verknitterten, hingen diese im Wagenfond. Das war unser Fehler! Aber wer denkt in diesem Moment schon an so etwas, wenn es einem noch nie wiederfahren ist? Hinterher ist man klüger.

Die beachtliche Beute der verfluchten Mistkerle: Ein nagelneuer Maßanzug/Smoking (erst vor Tagen in Cannes gekauft) und eine Lederjacke von Pappi,  Mariettes neuwertiger Pelz/Leder-Wendemantel (links im Foto bei Nadines Taufe. So einen tollen fanden wir nie mehr wieder, bis heute!), ihre (unsere!) Lieblings-Bluse (sah umwerfend aus, playboyhasenlike - quasi ein Zwischending von Smoking, Pinguin und Bluse in schwarz-weiss) sowie weitere tolle Kleidungsstücke und die Einkaufstasche mit den edlen Teilen aus Eze. Unter anderem zwei wunderschöne, von Künstlerhand gemachte Ledermasken im venezianischen Stil (siehe den Laden hier oben im Bild) und eine wirklich süße Pinocchio-Wanduhr für Patrick und Nadines Kinderzimmer. Patrick heulte Rotz und Wasser, es war schwer einem fünfjährigen Kind das klar zu machen, wie schlecht die Welt doch manchmal ist. Auch wir waren wirklich geschockt! Wir fuhren die 20 km zurück zum Holländer, verlängerten den Urlaub 1-2 Tage und fuhren mit unserem Wirt nach Cannes zur Gendamerie, da er perfektes Amtsfranzösisch sprach und spätere Ermittlungserfolge entgegen nehmen sollte. Aber die blieben aus... übrigens schlossen wir seitdem eine Reisegepäckversicherung ab - aber es wurde nie mehr etwas aus dem Wagen entwendet. Nur der komplette Wagen war dann im nachfolgenden Cannes-Urlaub das begehrte Objekt des Verbrechergesindels. Bericht demnächst unter Cannes 1989. Aber zurück zum Urlaub. Wenn auch jetzt im Nachhinein (beim Schreiben der Zeilen mit schwelgen der Gedanken an die tollen, entwendeten Sachen) abermals Wut hochkommt und wehtut, so war der Urlaub an sich dennoch klasse!

Die Hotels im Album sind in falscher Reihen-folge. Denn die ersten 4 Tage nächtigten wir im ehrwür-digen Hotel GONNET an der pracht-vollen Ufer-Promenade LA CROISETTE in der Filmfest-Spielstadt Cannes Unser kleiner Balkon bescherte uns einen herrlichen Blick auf die Bucht und durchs Fenster strömte der unvergleichliche Duft von Urlaub und Meer zu uns ins Zimmer. Da sind wir uns einig: Nirgends auf der Welt konnten wir bis heute eine wohlriechendere Luft wie hier an der Côte D'Azur inhalieren. Meeresluft ist nicht gleich Meeresluft - wohl mit ein Grund dafür, dass wir hier am liebsten unsere Urlaubstage verbrachten - und dass vielleicht auch deshalb hier die kulinarischen Preise leidergottes fast nur noch für "Bonzen" erschwingliche Ausmaße angenommen haben. Das wiederum lies uns seither die Urlaube mit den heranwachsenden Kindern (mit Ausnahme von 1989 und letztmals 1991) lieber woanders verbringen. Irgendwann war das Ende der Fahnenstange erreicht! Heute (2004), wo unsere Kinder ihre Urlaube lieber mit gleichgesinnten Freunden und Freundinnen verbringen, haben wir ins Auge gefasst, unseren geliebten Duft bald mal wieder reinzuziehen!

Anbei das Album mit den textlich moderierten Fotos. Tipp: Das 1.Bild (o.li) anklicken um auf Mittelgröße zu bringen. Nun durchs Album blättern. Erneu-tes Klicken lädt ein Bild auf Orig.-Größe, der Vorgang dauert etwas, meist sind die Fotos aufgrund Speicherplatz-Einsparung mit geringer Auflösung

 
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